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Die Schwäbische Zeitung berichtet

Der Demostick des Spaichingers Jürgen Goldfuß:

Kleine Erfindung zieht die Blicke auf sich

SPAICHINGEN - Eigentlich sieht das Dingelchen recht unscheinbar aus. Ein Stab, groß wie ein Kugelschreiber, ein runder Fuß und eine Klemme. Und doch garantiert die kleine Erfindung von Jürgen Goldfuß eine große Aufmerksamkeit.

Von unserer Redakteurin Regina Braungart

Der Demostick, auf den die Klemme aufgesteckt wird, lässt sich aufstellen und bis zu 50 Zentimeter weit ausziehen, wie eine Radioantenne - und obendrauf kann man seine Botschaften auf einem Blatt Papier notieren. Goldfuß hat über 40 Anwendungsmöglichkeiten ausgetüftelt. Die reichen von "Bitte ein Bier" über "Suchen dritten Mann für Skat" oder "Will nicht gestört werden" bis hin zu "Aufhören!", "Buh!", "Jetzt ist aber Schluss!", wenn man im Saal sitzt und der Redner die Geduld strapaziert. Weitere Anwendungsmöglichkeiten: Seine Meinung kund tun, auf sich aufmerksam machen, am Bahnhof einen Menschen abholen, eine Reisegruppe leiten - jetzt muss es nicht mehr der Regenschirm sein, lacht Goldfuß. Und Hotels oder sonstige Einrichtungen mit Theken könnten kurzfristige Botschaften ("Hier anmelden", "Heute Lyoner im Sonderangebot") einfach mehrstufig aufstellen.

Und das Besondere an dem Stick ist, dass er und die Klemme in jede Jackentasche passen.

Die Idee zu der inzwischen patentierten Erfindung kam dem Spaichinger in einem Münchener Biergarten: Wie dem Kellner in dem Gewusel signalisieren, dass man bitteschön ein Bier bestellen wolle?

Kellner reagierte sofort

Um es vorweg zu nehmen, als er es dieser Tage mit dem Demostick nochmal versucht hatte, nahm ihn der Kellner sofort wahr.

Goldfuß, der sich einen Namen als Managementtrainer und Buchautor gemacht hat, gefällt die Skurrilität der möglichen Anwendungen ganz offensichtlich. Während des Erfindungs- und nicht ganz billigen Patentierungsprozesses ist ihm dann aufgegangen, dass darin doch eine echte Geschäftsidee stecken könnte. Um die unters Volk zu bringen, hat er übers Internet Thomas Breuksch aus Tuttlingen gefunden, der das Vertriebskonzept erstellt hat. Dritter im Bunde ist die produzierende Firma, die bereit ist, Formen, Farben und alles andere den Kundenwünschen anzupassen. Wenn McDonalds den Stick für Nachrichten auf den Tischen entdecke, dann wären die Geschäftspartner gemachte Männer, ist man versucht zu denken.

Dass der Demostick - als Einzelstück ca. 25 Euro teuer - funktioniert, das hat Goldfuß schon ausprobiert. Im Biergarten etwa, oder auch bei einem Seminar. Die Teilnehmer stellten einfach die Botschaft "Wir brauchen Wasser" vor die Tür und fanden wenig später ein paar Flaschen vor - der Hotelservice hatte prompt reagiert.

So könnte der Demostick (links auf dem Tisch) verwendet werden. Jürgen Goldfuß (links) und Thomas Breuksch sitzen am Tisch und suchen einen dritten Mann fürs Skat. Foto: Regina Braungart